Wenn ein geliebter Mensch geht, bleibt oft mehr als nur die Stille zurück.



Vielleicht findest du dabei auch deine eigene Sprache der Trauer.

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Wenn ein geliebter Mensch geht, bleibt oft mehr als nur die Stille zurück. Es bleibt ein Vakuum im Alltag, im Herzen – und manchmal auch in der Seele.
Besonders im späteren Lebensabschnitt, wenn vieles ruhiger geworden ist, trifft uns ein solcher Verlust mit ungeahnter Wucht.
Dieses Buch richtet sich an Menschen, die lieben, verlieren – und dennoch weiterleben wollen.
Menschen, die vielleicht schon vieles im Leben erlebt, aber auf den Schmerz des Abschieds keine Vorbereitung hatten. Menschen, die sich fragen, ob der Weg zurück ins Leben auch mit einem gebrochenen Herzen möglich ist.
Ich schreibe dieses Buch nicht als Therapeut, nicht als Experte im klassischen Sinn, sondern als einer, der selbst erfahren hat, was es heißt, einen geliebten Menschen zu verlieren. Und als einer, der auf diesem Weg lernen durfte, dass Trauer nicht überwunden, sondern angenommen werden will. Dass Trost nicht laut ist, sondern oft ganz leise beginnt.
Die Texte dieses Buches folgen keiner festen Kapitelstruktur. Ganz bewusst habe ich auf ein Inhaltsverzeichnis verzichtet – nicht aus Unachtsamkeit, sondern um den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit zu geben, sich von Abschnitt zu Abschnitt tragen zu lassen – wie in einem stillen Gespräch.
Jedes Thema steht für sich – und doch sind alle Gedanken miteinander verbunden. Denn Trauer verläuft nicht linear. Sie kommt in Wellen. Und sie begegnet uns in unterschiedlichen Formen.
In den folgenden Abschnitten lade ich dich ein, dir selbst Raum zu schenken – für Erinnerungen, für Tränen, für neue Zuversicht. Vielleicht findest du dabei auch deine eigene Sprache der Trauer. Und vielleicht darf ich dich durch meine Worte ein wenig von dem weitergeben, was ich auf meinem Weg gefunden habe … Verständnis, Verbundenheit – und Hoffnung.

Leseproben...



  • Wenn das Leben innehält

    Der Moment des Verlusts – Zeit steht still. Erste Gefühle von Leere, Schock und Stillstand.


    Es gibt einen Moment im Leben, den man nicht üben kann. Einen Moment, in dem alles stehen bleibt – obwohl draußen die Welt einfach weiterläuft. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, reißt es ein Loch in unsere Zeit. Ein Riss, der nicht sichtbar ist, aber in uns alles verändert.


  • Was bleibt, wenn nichts mehr ist?

    Der Alltag ohne den geliebten Menschen – erste Schritte durch das neue „Anders“


    Nach dem Abschied kommt nicht die Rückkehr zur Normalität. Es kommt ein neues Anders – ein Alltag, der äußerlich gleich aussieht, aber innerlich eine völlig andere Gewichtung hat.

    Am Anfang ist es oft das Schweigen im Haus, das einem am meisten auffällt.

    Der Stuhl bleibt leer. Die Zahnbürste steht noch da. Der Geruch auf dem Kopfkissen, das Geräusch der vertrauten Schritte – all das wird plötzlich Erinnerung. Und das Herz fragt sich: Wie soll ich das je aushalten?


  • Trauer hat kein Ablaufdatum

    Wie lange „darf“ man trauern? Über gesellschaftliche Erwartungen und den eigenen Rhythmus.


    Trauer ist kein Projekt mit festem Enddatum. Und doch begegnet man immer wieder dieser unausgesprochenen Erwartung:

    Irgendwann sollte es doch auch mal gut sein.

    Aber was heißt gut, wenn ein Teil des Lebens fehlt? Was heißt weitergehen, wenn das Herz noch nicht so weit ist? Wir schreiben das Jahr 2025 und es sind jetzt 5 Jahre her, wo meine Frau nach langer schwerer Krankheit, im Alter von 76 Jahren, unsere Familie verlassen musste.


  • Der stille Zwiespalt … Wenn neue Nähe auf alte Trauer trifft.

    Es ist ein zarter Moment, wenn nach einem schweren Verlust wieder Nähe entsteht.

    Ein Mensch tritt ins Leben – vorsichtig, vielleicht liebevoll, vielleicht auch voller Respekt vor dem, was war.

    Und plötzlich stellt sich eine Frage, die oft unausgesprochen im Raum steht, darf ich da sein, wo jemand anderes noch fehlt?


  • Erinnerungen als Kraftquelle

    Fotos, Worte, Gerüche, Orte – wie sie helfen, den Verlust ein Stück weit zu tragen.


    Es gibt Tage, da schmerzt die Erinnerung.

    Und es gibt Tage, da trägt sie. Vielleicht ist das das größte Wunder der Liebe …

    dass sie sich verwandeln kann – vom gegenwärtigen Erleben in ein inneres Bild, das bleibt.


  • Gespräche mit dem Unsichtbaren

    Rituale, Briefe an Verstorbene, kleine Zeichen – spirituelle und persönliche Wege.


    Wenn ein Mensch stirbt, endet das gemeinsame Leben – aber nicht die Beziehung.

    Sie wandelt sich. Sie zieht sich ins Unsichtbare zurück – und bleibt doch da.

    Viele trauernde Menschen berichten davon, dass sie „mit dem Verstorbenen sprechen“. Nicht laut … Nicht für andere hörbar …Aber im Herzen … In Gedanken. In einem stillen Zwiegespräch, das nicht abreißen will.


  • Wenn die Einsamkeit zu laut wird

    Vom Alleinsein zur bewussten Begegnung mit sich selbst – und mit anderen.


    Es gibt Momente, in denen das Schweigen im Raum fast körperlich wird. In denen die Wände näher rücken, der Tag stillsteht, und das Herz flüstert: Du bist allein.

    Nicht nur räumlich… sondern existenziell.

    Nach dem Verlust eines geliebten Menschen entsteht oft eine Leere, die weit über das Vermissen hinausgeht. Sie zeigt sich nicht nur in leeren Stühlen und nicht geteilten Mahlzeiten. Der Verlust sitzt in der Brust – wie ein Stein, der manchmal zu sprechen scheint.